Guttempler-Gemeinschaft
»Frisch auf Nortorf«
gegründet 07.04.1984
Niedernstraße 2 (Markushaus)
24589 Nortorf

 

Wir leben alkoholfrei und fühlen uns wohl!

Jeden Montag um 19:30 Uhr treffen wir uns hier im Markushaus. Seit 1984 steht uns das Markushaus der evangelischen Sankt-Martins-Kirche Nortorf zur Verfügung. Dafür an dieser Stelle unseren Dank. Nach einem kleinen Imbiss diskutieren wir über Themen, die vorher festgelegt wurden. Wichtige aktuelle Zeitgeschehen oder persönliche Belange haben natürlich Vorrang!

Die Guttempler-Gemeinschaft hilft, einen neuen Freundeskreis aufzubauen, sich wieder in ein lebenswertes Dasein einzugliedern und die alkoholfreie, suchtfreie Lebensweise zu festigen.

Man findet Guttempler-Gemeinschaften unterschiedlicher Prägung; es gibt problemorientierte und solche, die sich vorwiegend mit gesellschaftlichen oder persönlichkeitsbildenden Themen beziehungsweise sinnvollen Freizeitbeschäftigungen befassen.

Zu welcher Kategorie wir gehören, muss jeder für sich entscheiden.

Jede Guttemplergemeinschaft wird geprägt von den Wünschen der einzelnen Mitglieder. Guttempler treffen sich häufig außerhalb der wöchentlichen Zusammenkünfte zu verschiedenen Freizeitangeboten.

Guttempler in Schleswig-Holstein

Die Hilfe für suchtkranke Menschen und Angehörige suchtkranker Menschen steht im Mittelpunkt aller Guttempler-Aktivitäten. Abhängigkeit ist kein Ausdruck persönlicher Schwäche, sondern eine erfolgreich behandelbare Erkrankung. Eine Abhängigkeit betrifft jedoch nicht allein den suchtkranken Menschen, sondern beeinträchtigt immer auch die Entwicklung und den Zusammenhalt seiner sozialen Beziehungen, besonders der Familie.

Die Guttempler richten ihre Hilfe darum nicht nur an die Abhängigen, sondern an die ganze Familie. Diese Hilfe geschieht vor allem in Selbsthilfegruppen, die je nach Ansatz der Arbeit auch »Gesprächsgruppen« oder »Vorgruppen« genannt werden.

Die Beschreibungen der Wege in die Krankheit helfen denen, die schon lange abstinent leben, sich an ihre eigene Abhängigkeit zu erinnern. Wenn jene dann wiederum ihre Wege aus der Abhängigkeit schildern, hilft das den neuen Teilnehmern der Gruppe.

Zur Kontaktaufnahme besuchen die Guttempler darüber hinaus Krankenhäuser und Fachkliniken. Unser Guttempler-Nottelefon ist für Hilfesuchende rund um die Uhr erreichbar.

Die Guttempler streben nach Frieden durch die Förderung menschlicher Entwicklung und Würde, Demokratie, Toleranz, Gleichheit und Gerechtigkeit. Sie befürworten die friedliche Lösung von Konflikten zwischen einzelnen Menschen oder Gruppen.

Auch die Alkoholpolitik ist ein wichtiges Feld, um eine nachhaltige Verbesserung der Suchtprävention auf lokaler Ebene zu bewirken.

Angehörige von Suchtkranken brauchen unsere Hilfe

Guttempler in Kiel erweitern Ihr Angebot

Jutta Langebeck aus der Guttempler-Gemeinschaft »Parität« in Kiel weiß dies nur allzu gut, ist sie doch selbst Angehörige mit entsprechenden Erfahrungen. Heute sind sie und ihr Ehemann, die sich beide bei den Guttemplern engagieren, froh, dass die Suchthilfe sich nicht mehr nur um die unmittelbar Betroffenen, sondern auch um deren Angehörige kümmert.

Das schon bestehende umfassende ehrenamtliche Beratungsangebot der Guttempler in Kiel (Montag bis Sonnabend, jeweils zwischen 10 und 14 Uhr im Guttempler-Haus in der Körnerstraße 7) ist jetzt speziell um die Beratung von Angehörigen erweitert worden:

Jeden Dienstag von 17:30 bis 18:30 Uhr und Mittwoch von 10 bis 12 Uhr steht Jutta Langebeck mit ihren Erfahrungen für Erst- und Beratungsgespräche im Guttempler-Haus zur Verfügung. Frau Langebeck ist telefonisch unter zu erreichen. Im Übrigen ist die Beratung im Guttempler-Haus unter +49-431-94741 telefonisch erreichbar.

Alle Beratungsangebote sind ehrenamtlich und für die Ratsuchenden kostenlos.

Wir für alle …Wir für alle

…heißt die gemeinsame Kampagne der Sucht-Selbsthilfeverbände in Schleswig-Holstein, die in Kooperation mit der Landesstelle für Suchtfragen (LSSH) das Ziel verfolgt auf die gesellschaftlich wichtige Arbeit der Selbsthilfegruppen aufmerksam zu machen. Gefördert wird die Kampagne vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

Wir – die Verbände im Zusammenwirken mit der LSSH – möchten für alle Menschen in unserer Gesellschaft – den Zugang zur Suchtselbsthilfe erleichtern.

Betroffene können weiterhin die professionellen Angebote in ihrer Region nutzen, um zufrieden ihren Weg ohne Suchtmittel zu bestreiten und die ganz normalen »Alltagssorgen« mit der gemeinschaftlichen Unterstützung zu meistern.

Mit-Betroffene, wie Familienmitglieder werden aufgefangen und finden ein gut vernetztes Hilfesystem, in dem Sie Rückhalt finden mit belastenden Situationen umzugehen.

Kinder und Jugendliche finden einen Raum für Kummer und Sorgen, aber auch für Spaß, Freude und Verständnis.

Junge Erwachsene, die Substanzen missbräuchlich konsumieren, lernen Spaß in ihrem Leben zu haben und auf Substanzen zu verzichten oder risikoarm damit umzugehen.

Kolleginnen und Kollegen haben einen geeigneten Ansprechpartner in der Sucht-Selbsthilfe, der auf der menschlichen Ebene professionell berät.

Die allgemeine Bevölkerung profitiert von den intensiven und umfangreichen Angeboten der Sucht-Selbsthilfe, die sich um die Gesunderhaltung der Betroffenen, aber auch aller Menschen, die mit einem Suchtmittel in Berührung kommen, drehen.

Wir sind froh über die umfangreiche Unterstützung des Sucht-Selbsthilfenetzwerkes und der vielen ehrenamtlichen Helfer in Schleswig-Holstein. Darum freuen wir uns über die Teilnahme aller an der »Wir für alle«-Kampagne und Ihre Unterstützung.

Machen Sie mit.